
Regelenergiemarkt Schweiz: FCR, aFRR & Arbitrage
Wie Swissgrid Netzstabilität beschafft – und warum Batteriespeicher die optimale Technologie sind.
Warum braucht das Netz Regelenergie?
Das Schweizer Stromnetz muss jederzeit im Gleichgewicht sein: Einspeisung und Verbrauch müssen sekundengenau übereinstimmen, sonst weicht die Netzfrequenz von 50 Hz ab. Swissgrid als Schweizer Übertragungsnetzbetreiber ist gesetzlich verpflichtet, diese Balance zu gewährleisten – durch den Kauf von Regelenergie-Dienstleistungen.
Die drei Erlösquellen im Überblick
1. FCR – Primärregelleistung
Reaktionszeit: Automatisch innerhalb von 30 Sekunden. FCR reagiert auf Frequenzabweichungen – sofort, vollautomatisch. Swissgrid beschafft FCR via wöchentliche Ausschreibungen. Vergütung: Kapazitätspreise (CHF/MW/h) plus Aktivierungserlöse.
2. aFRR – Sekundärregelung
Reaktionszeit: Aktivierung innerhalb von 5 Minuten auf Swissgrid-Signal. aFRR stellt die Netzfrequenz nach Störungen wieder her. Vergütung: Kapazitätspreis + Energiepreis bei Aktivierung. Hohe Residualerlöse in Zeiten erhöhter Volatilität.
3. Energiearbitrage
Kauf von Strom bei Niedrigpreisen (z.B. Solarüberschuss), Verkauf bei Hochpreisen (z.B. Abendlastspitze). Day-Ahead und Intraday-Märkte. Steigende Preisvolatilität durch höheren Anteil erneuerbarer Energien schafft strukturell wachsende Arbitragemöglichkeiten.